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KI und die Zukunft der Arbeit: Khosla sieht 80 Prozent der Jobs in Gefahr

06. März 2026

KI könnte bis 2030 einen Großteil der Arbeit übernehmen

Berlin — Der Risikokapitalgeber Vinod Khosla prognostiziert, dass Künstliche Intelligenz in den frühen 2030er-Jahren bis zu 80 Prozent der heutigen Arbeitsplätze ersetzen könnte. In einem Interview mit dem Fortune Magazine skizziert Khosla ein Szenario radikaler technischer Umwälzung, das tiefgreifende soziale und ökonomische Folgen hätte.

Khosla, Mitgründer von Sun Microsystems und früher Investor in OpenAI, betont, dass rasche Fortschritte in KI und Robotik viele Tätigkeiten überflüssig machen werden. Er sagt, die wirtschaftliche Dynamik des kommenden Jahrzehnts könne Arbeit in ihrer heutigen Form entwerten und eine Phase extremer Fülle und sinkender Preise einleiten. «Das Bedürfnis zu arbeiten wird verschwinden», so seine markante These. Menschen würden danach streben, dem eigenen Interesse und der eigenen Neugier zu folgen, nicht mehr aus finanzieller Not.

Der Investor bezeichnet den Wettlauf um KI-Vorherrschaft zwischen den USA und China als «technoökonomischen Krieg». Seiner Ansicht nach entscheidet das Land mit der überlegenen Technologie über den Wohlstand der nächsten Jahrzehnte. Gelingt es, neue Produkte und Dienste breit verfügbar und preisgünstig zu machen, könnten Konsumenten deutlich mehr kaufen als heute, so Khosla.

Solche Prognosen haben prominente Fürsprecher und Kritiker zugleich. Im Silicon Valley warnen einige Tech-Manager ebenfalls vor tief greifenden Veränderungen von Berufsprofilen; andere betonen Risiken für Beschäftigung, soziale Stabilität und Regulierung. Khosla geht weiter und bezeichnet monotone manuelle Arbeit wie Fließband- oder Feldarbeit nicht als Beruf, sondern als Knechtschaft, die durch Automatisierung beendet werden müsse.

Kritiker mahnen jedoch politische Antworten an. Selbst wenn Technologie Effizienz und Wohlstand steigert, bleibt die Frage, wie Gewinne verteilt und soziale Versorgung organisiert werden. Diskutiert werden Modelle wie bedingungsloses Grundeinkommen, verkürzte Arbeitszeiten und neue Bildungswege, damit Menschen Fähigkeiten für die sich wandelnde Arbeitswelt erwerben oder sich kreativen Tätigkeiten widmen können.

Unterm Strich wirft Khoslas Prognose grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Arbeit, Wohlstand und gesellschaftlicher Verantwortung auf. Ob sich seine optimistische Vision von allgemeinem Wohlstand erfüllt oder ob die Umbrüche soziale Spannungen verstärken, hängt nicht allein von Technologie ab, sondern auch von politischem Handeln und wirtschaftlicher Gestaltung.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: businessinsider.de
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