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KI und Handwerk: Büroarbeit schneller in Gefahr als die Werkbank

06. März 2026

Künstliche Intelligenz verändert Arbeitswelt und trifft vor allem Verwaltungsaufgaben

München, 04.03.2026 — Auf der Internationalen Handwerksmesse in München diskutierten Expertinnen und Experten über die Folgen der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz für Handwerk und Verwaltung. Im Gespräch mit der phoenix-Moderatorin Lena Mosel warnte Sara Hofmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Handwerksjunioren, davor, einfache Büroprozesse könnten deutlich schneller automatisiert werden als handwerkliche Tätigkeiten.

Hofmann machte deutlich, dass viele handwerkliche Aufgaben auf haptischem Wissen, situativem Entscheiden und direktem Kundenkontakt beruhen. Diese Eigenschaften machten das Handwerk bisher weniger angreifbar für Algorithmen. Büro- und Verwaltungstätigkeiten mit klaren Regeln und repetitiven Abläufen seien hingegen besonders anfällig für Automatisierung.

Was das für Betriebe bedeutet

Für kleine und mittlere Handwerksbetriebe bestehe die Herausforderung darin, digitale Werkzeuge gezielt zu nutzen, ohne die handwerkliche Qualität zu verlieren. Hofmann plädierte für stärkere Investitionen in Aus- und Weiterbildung, damit Fachkräfte lernen, KI sinnvoll zu integrieren statt sie als Bedrohung zu sehen. Gleichzeitig forderte sie politische Rahmenbedingungen, die die duale Ausbildung stärken und Weiterbildung für Beschäftigte fördern.

  • Routineaufgaben in Verwaltung und Planung könnten kurzfristig entfallen oder neu verteilt werden
  • Handwerkliche Kernkompetenzen bleiben laut Experten vorerst schwer zu automatisieren
  • Betriebe sollten in digitale Werkzeuge und Qualifikation investieren

Die Internationale Handwerksmesse bot den Rahmen für diesen Austausch zwischen Politik, Branchenvertretern und jungen Handwerkerinnen und Handwerkern. Die Debatte macht deutlich, dass die Zukunft der Arbeit im Handwerk weniger von einem einfachen Ersatz durch Technologie bestimmt wird als von der Frage, wie Menschen und Maschinen sinnvoll zusammenarbeiten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: ardmediathek.de

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