newsbezeichnung

BLS-Projektionen: Wie KI und Automatisierung Millionen US-Jobs verändern werden

03. September 2026

KI und Automatisierung verschieben Millionen Jobs in den USA

Neue Projektionen des Bureau of Labor Statistics zeichnen ein differenziertes Bild für den US-Arbeitsmarkt bis 2035: Insgesamt wächst die Beschäftigung von 170,3 Millionen im Jahr 2025 auf 176,2 Millionen im Jahr 2035, das entspricht einem Plus von 5,9 Millionen Stellen oder 3,5 Prozent. Hinter dieser vermeintlich ruhigen Gesamtbilanz verbirgt sich jedoch ein starker Strukturwandel: Automatisierung und KI verändern, welche Tätigkeiten gefragt sind und welche schrumpfen.

Die Statistik zeigt deutlich, dass Routineaufgaben in Verwaltung, Verkauf und Teilen der Produktion besonders anfällig sind. Technologien für Dateneingabe, Ticketbearbeitung oder regelbasierte Auskünfte reduzieren den Zeitaufwand für standardisierte Abläufe. Das Resultat sind häufig keine sofortigen Massenentlassungen, sondern eine schrittweise Verlagerung von Arbeit hin zu automatisierten Prozessen und zu neuen, datenintensiven Tätigkeiten.

Konkrete Verlierer und Verliererinnen

Am stärksten betroffen sind administrative und transaktionale Rollen. Administrative jobs wie clerks, typists und data entry specialists werden im Datensatz mit einem Rückgang von rund 4 Prozent geführt. Bei einzelnen Berufen zeigen sich dramatischere Werte in Prozent und absoluten Zahlen:

  • Kassiererinnen und Kassierer: geschätzter Rückgang von 6,5 Prozent, was aufgrund der großen Ausgangsgröße etwa 200.600 verlorene Stellen bis 2035 bedeuten kann
  • Office clerks: rund 156.200 Stellen weniger
  • Customer service representatives: etwa 141.800 Stellen weniger
  • Secretaries und administrative assistants: circa 114.100 Stellen weniger
  • Correctional officers and jailers: rund 29.500 Stellen weniger

Bei Prozentwerten stechen besonders kleine, hoch spezialiserte Kategorien hervor: Word processors und typists sollen um 34,3 Prozent schrumpfen (von 40.400 auf 26.500), data entry keyers um 25 Prozent (von 131.800 auf 98.200) und telephone operators um 27,6 Prozent (von 3.500 auf 2.500). Auch handwerklich wirkende Tätigkeiten wie Foundry mold and coremakers, Patternmakers oder Grinding and polishing workers verzeichnen zweistellige Rückgänge.

Wachstum dort, wo Daten, Pflege und Energie zusammenlaufen

Dem gegenüber stehen klare Wachstumsfelder: Healthcare, Technologie und erneuerbare Energien treiben den Beschäftigungsaufbau. Sektoren wie Healthcare und social assistance sollen über die kommenden zehn Jahre die meisten neuen Jobs schaffen. Die Projektionen nennen unter anderem folgende Zuwächse:

  • Healthcare support: +13,3 Prozent
  • Healthcare practitioners und technicians: +8,0 Prozent
  • Life, physical and social science: +7,5 Prozent
  • Community and social service: +7,4 Prozent
  • Computer and mathematical: +7,3 Prozent

Bei einzelnen Berufsrollen führt die Liste Nurse practitioners mit einem erwarteten Plus von 41 Prozent an, gefolgt von Solar photovoltaic installers (+36,5 Prozent) und Data scientists (+34,6 Prozent). Ebenfalls stark gefragt werden Wind turbine service technicians (+29,5 Prozent) und Medical and health service managers (+24,4 Prozent) sein.

Die zentrale Herausforderung für Unternehmen und Politik

Für Arbeitgeber und Bildungspolitik lautet die Kernfrage weniger Welcher Beruf verschwindet, sondern Wie schnell verlagern wir Aufgaben und Kompetenzen. Unternehmen, die viele administrative Schnittstellen betreiben, müssen Prozesse so umbauen, dass Automatisierung nicht nur Stellen ersetzt, sondern neue Profile schafft: Datenqualitäts- und Modellüberwachungsrollen, Cybersecurity, Softwareentwicklung und die Integration automatisierter Systeme in Fachprozesse werden wichtiger.

Die Projektionen setzen eine klare Frist: Der Strukturwandel findet binnen der nächsten Jahre statt und betrifft damit bereits die Ausbildungs- und Weiterbildungsplanung von heute. Wer früh in Umschulung, in lebenslanges Lernen und in die Gestaltung menschenzentrierter, KI-gestützter Arbeitsorganisation investiert, verringert Risiken für Beschäftigte in Routinetätigkeiten und besetzt zugleich schneller die Gewinnerrollen in Daten- und Gesundheitsökosystemen.

Quelle der Zahlen: Bureau of Labor Statistics Projektionen 2025 bis 2035

Der Bericht stützt eine Nachricht von: google.com
[C43171]
[C43142]
Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs 04.09.2026