Deutsche Bahn verschärft Homeoffice-Regeln und schreibt drei Präsenztage vor
Konzern verlangt künftig mindestens drei Präsenztage pro Woche
Die Deutsche Bahn hat die Regeln zum mobilen Arbeiten für Beschäftigte in Büro- und Verwaltungstätigkeiten deutlich verschärft. Nach einem Schreiben des Konzernvorstands an Führungskräfte, aus dem der Tagesspiegel berichtet, sollen Mitarbeitende künftig mindestens drei Tage pro Woche vor Ort arbeiten. Die Vorgabe soll bis Ende 2027 konzernweit umgesetzt werden.
Bislang galt für viele Mitarbeitende, die mobil arbeiten können, eine Mindestpräsenz von einem Tag pro Woche. Der Vorstand unter der Leitung von Evelyn Palla begründet die Änderung mit dem laufenden Konzernumbau. In der Mitteilung heißt es, dass in der aktuellen Phase neue Strukturen entstehen, Teams sich neu formieren und Aufgaben neu verteilt werden. Deshalb sei regelmäßiges persönliches Zusammenarbeiten wichtig, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln und den Zusammenhalt zu stärken.
Der Vorstand schreibt, dass Präsenz die Zusammenarbeit und den internen Zusammenhalt fördere und damit «ein wichtiger Baustein für den Neustart» des Konzerns sei. Zudem weist die Unternehmensleitung darauf hin, dass der überwiegende Teil der Belegschaft ohnehin nicht im Homeoffice tätig sein kann, weil er direkt im Eisenbahnbetrieb arbeitet – in Zügen, Bussen, Werkstätten, an Bahnhöfen oder in Leitstellen. Vor diesem Hintergrund setze die neue Regel auch ein Zeichen der Solidarität innerhalb des Konzerns.
Aus Sicht von Personalverantwortlichen bedeutet die Vorgabe, dass Dienstpläne, Teamabläufe und die Ausstattung der Standorte angepasst werden müssen. Für viele Beschäftigte ergeben sich dadurch veränderte Pendel- und Tagesrhythmen. Wie genau die Umsetzung in den einzelnen Bereichen erfolgen wird, soll in den kommenden Monaten in Abstimmung mit den Führungskräften geklärt werden.
Berichtet wurde das Schreiben aus dem Vorstand aus Berlin; die Regelung selbst gilt nach Angaben des Konzerns deutschlandweit.