newsbezeichnung

Vom Konzernbüro zur Parkschneiderei: 26-Jährige tauscht Chicago gegen ein neues Leben im Nationalpark

28. Juli 2026

Eine 26-Jährige verlässt den Büroalltag und findet in der Parkschneiderei einen neuen Berufsweg

Zoe De La Paz hat ihren festen Arbeitsplatz in einem Ingenieurunternehmen in Chicago aufgegeben und arbeitet seit Juni als Schneiderin in der Uniformabteilung des Yellowstone-Nationalparks. Statt technischer Zeichnungen näht sie nun Aufnäher an, repariert Reißverschlüsse und macht aus Altbestand neue, brauchbare Teile.

Die 26-Jährige verdiente in ihrem neuen Job 19,25 US-Dollar pro Stunde, was etwa 16,80 Euro entspricht. Bei einer Wochenarbeitszeit von rund 40 Stunden übernimmt sie die Pflege und Reparatur von Uniformen für Mitarbeiter aus Housekeeping, Gastronomie und Sicherheitsdienst. Zu ihren Aufgaben gehört auch kreatives Upcycling, etwa die Umwandlung beschädigter Stücke in Bauchtaschen oder praktische Accessoires.

Zoe erzählt, dass ihr das Zusammenspiel aus handwerklicher Arbeit, schlichter Unterkunft und der Möglichkeit, in der Freizeit zu wandern und reiten, mehr Ersparnisse beschert als ihr früheres Leben in der Großstadt. Den Schritt habe sie sich lange überlegt: «Es war beängstigend, den sicheren Job aufzugeben und dem Traum nachzugehen, den viele für unrealistisch hielten», sagt sie laut Berichten.

Die 26-Jährige fand die Stelle über ein privates Parkunternehmen und plant, das Saisonjahr bis Oktober zu nutzen. Anschließend will sie nach New York ziehen und dort den Weg Richtung Kostümbild in Theater und Film weiterverfolgen. Ihre Geschichte verbindet Berufswechsel, sparsames Leben im Park und die Hoffnung auf eine kreative Zukunft.

Leben im Park bedeutet Freiheit, aber auch Risiken

Der Alltag im Nationalpark ist nicht nur Idylle: Besucher und Beschäftigte müssen mit Wildtieren rechnen, in diesem Sommer wurde etwa ein Tourist bei einer Bisonbegegnung verletzt. Und unter Yellowstone liegt eine große Magmakammer, die den Park geologisch besonders macht. Für Zoe überwiegen derzeit die Chancen auf ein einfacheres, naturnahes Leben und die Möglichkeit, handwerkliches Können mit künstlerischen Ambitionen zu verbinden.

Zoes Weg ist ein Beispiel dafür, wie junge Menschen traditionelle Karrierepfade verlassen, um Neues auszuprobieren und Lebensentwürfe neu zu ordnen. Für sie ist der Aufenthalt im Nationalpark kein endgültiges Aussteigen, sondern ein Zwischenstopp auf dem Weg zu einem neuen Berufsziel in der Kostüm- und Theaterwelt.

Ort der Berichterstattung: Yellowstone Nationalpark, USA

Der Bericht stützt eine Nachricht von: focus.de
Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs - Veröffentlichung: 30.07.2026  - C50879 - [Bildnachweis]