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Wenn das Büro zur Sauna wird: So bewahren Beschäftigte bei Hitze Fokus und Leistung

28. Mai 2026

Hitze schmälert Motivation eher als Leistungskraft – mit klaren Routinen lässt sich das ausgleichen

Heiße Tage stellen Beschäftigte vor eine doppelte Herausforderung: Körperliche Belastung durch die Temperatur und ein spürbarer Einbruch der Arbeitsbereitschaft. Studien zeigen, dass die reine Leistungsfähigkeit nicht sofort zusammenbricht, wohl aber Konzentration und Frische abnehmen. Mit pragmatischen Anpassungen lassen sich Produktivität und Wohlbefinden erhalten.

Arbeitszeiten und Pausen intelligent gestalten

Wer flexible Arbeitszeiten hat, sollte die kühleren Morgenstunden nutzen. Wo das nicht möglich ist, helfen häufigere, kurze Pausen. Expertinnen und Experten empfehlen etwa alle 45 Minuten eine Pause von rund zehn Minuten, idealerweise an einem schattigen oder kühleren Ort statt am Arbeitsplatz.

Hydration und leichte Kost

Ausreichend Trinken ist bei Hitze zentral. Im Alltag sollten zusätzlich zu der üblichen Flüssigkeitszufuhr etwa ein Liter mehr pro Arbeitstag eingeplant werden. Elektrolyte gleichen bei Bedarf das Schwitzen aus; als Mahlzeiten bieten sich mehrere kleine, leicht verdauliche Portionen wie Salate, Gemüse oder fettarmer Fisch an. Sehr kalte Getränke sind weniger empfehlenswert, moderat gekühlte Getränke von etwa zehn bis fünfzehn Grad wirken fürs Körpergefühl oft besser.

Arbeitsumgebung kühlen ohne Übertreibung

Wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, sorgen Rollladen oder Jalousien dafür, dass Räume nicht zusätzlich aufheizen. Morgens kurz durchlüften, ab etwa zehn Uhr Fenster geschlossen halten. Elektrische Geräte abschalten, die Wärme abgeben, und Ventilatoren so positionieren, dass sie einen sanften Luftzug am Oberkörper erzeugen. Bei Klimaanlagen auf moderate Temperaturdifferenzen achten, um Erkältungen zu vermeiden.

Auf den eigenen Körper hören

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Hitze. Kleine Maßnahmen helfen oft schnell: Arme unter kühles Wasser halten, leichte, luftdurchlässige Kleidung wählen und bei Bedarf das Homeoffice nutzen, um Anfahrtswege zu sparen und einfache Kühlmethoden wie ein Fußbad anzuwenden.

Schlaf und Erholung nicht vernachlässigen

Guter Schlaf ist in Hitzephasen entscheidend für die Tagesleistung. Dunkle Räume tagsüber vorheizen verhindern, nachts für Frischluft sorgen, aber Zug vermeiden. Leichte Baumwoll- oder Leinenbettwäsche und eine lauwarme Dusche vor dem Schlafengehen unterstützen das Einschlafen.

Praktische Checkliste für heiße Arbeitstage

  • Arbeitsbeginn in kühlen Morgenstunden, wenn möglich
  • Regelmäßige Kurzpausen in kühleren Bereichen
  • Mindestens ein Liter mehr trinken als üblich, auf Elektrolytausgleich achten
  • Leichte, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Jalousien vormittags schließen, elektrische Wärmequellen minimieren
  • Ventilator gezielt auf Oberkörper richten, Klimaanlage moderat einstellen
  • Auf individuelle Warnsignale des Körpers achten und flexibel reagieren

Mit diesen einfachen Regeln lässt sich der Arbeitstag auch bei sommerlicher Hitze humaner gestalten und die Konzentration länger halten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: wiwo.de
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