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Langlebig im Job: Wie einfache Bewegungsrituale im Büro Gesundheit und Leistung sichern

28. Mai 2026

Bewegung als Berufsstrategie: Kleine Routinen schützen Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Im hektischen Büroalltag reichen oft schon wenige, konsequent eingeübte Gewohnheiten, um Stress, Schlafprobleme und Erschöpfung entgegenzuwirken. Beim New Work Summit in Berlin erklärten Expertinnen und Experten, wie sich Longevity praktisch ins Office integrieren lässt und warum Vorgesetzte dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Praxisbeispiele vom Panel

Gründer und CEO Fabian Foelsch berichtete von seinem Startup Braineffect: gemeinsame Yogaeinheiten, kurze Mikropausen und sogar eine Eiswanne gehören dort zum Alltag. Foelsch verbindet Besprechungen mit Bewegung und führt etwa Feedbackgespräche beim Laufen durch. Das wirke entspannend und fördere zugleich die Gesprächskultur. Ergänzend nutzt sein Team Technik, damit Gespräche dokumentiert werden, ohne die Bewegung zu unterbrechen.

Die Longevity-Ärztin Andrea Gartenbach empfiehlt feste Schlafzeiten und straffere Meetingformate. Kurze, geplante Pausen von zehn bis 15 Minuten dienen der Erholung und aktivieren den Parasympathikus etwa durch Atemübungen oder bewusstes Herausschauen ins Freie.

Nuno Alves, Chefredakteur und Newsletterautor, verwies auf das psychologische Werkzeug «WOOP» als Hilfestellung, Hindernisse für Sport und gesunde Routinen frühzeitig zu benennen und konkrete Wenn-Dann-Pläne zu formulieren. Das reduziert Ausreden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, vereinbarte Maßnahmen umzusetzen.

Lea Scheidt, Betriebsärztin bei SAP, machte deutlich, dass Longevity im Job Struktur braucht. Bei SAP gehören physiotherapeutische Angebote, digitale und lokale Fitnessprogramme sowie Räume für Bewegung zur Unternehmenskultur. Entscheidend seien Vorbilder: Führungskräfte sollten gesunde Pausen vorleben und gemeinsame Sportangebote unterstützen.

Konkrete Tipps für den Alltag

  • Meeting-Spaziergänge oder kurze Stehpausen statt langer Sitzrunden integrieren.
  • Meetings zeitlich straffen auf 45 bis 50 Minuten und danach fünf bis 15 Minuten Mikropause einplanen.
  • Vorbereitung reduzieren: Sportkleidung am Vorabend bereitlegen, feste Wenn-Dann-Pläne nach dem «WOOP»-Prinzip erstellen.
  • Führungskräfte als Vorbilder: Pausen und Bewegung offen vorleben, gemeinsame Aktivitäten ermöglichen.
  • Bei Firmen: niedrigschwellige Angebote schaffen, etwa Yoga, kurze Gruppensessions oder Treffpunkte im Freien.

Die Botschaft des Panels in Berlin war klar: Longevity beginnt mit Haltung und kleinen Schritten. Wer Gewohnheiten langsam etabliert, verwandelt einzelne Maßnahmen in dauerhafte Routinen und gewinnt so langfristig Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: businessinsider.de

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