Vom Feed in die Pflege: Instagram öffnet neuen Weg zur Ausbildung im Krankenhaus Brilon
Social Media als Tor zur Ausbildung: Instagram bringt Nachwuchs in die Klinik
Brilon. Lara Finger hat ihre Pflegeausbildung im Städtischen Krankenhaus Maria-Hilf auf ungewöhnlichem Weg begonnen: nicht auf dem Berufsinformationstag, sondern über eine Anzeige im Instagram-Feed. Die 19-Jährige beschreibt, wie ein kurzer Clip neugierig machte und den ersten Kontakt zur Personalabteilung herstellte.
Bei der Ausbildungsmesse wenige Wochen später erzählte sie Besuchern, wie hilfreich die Plattform war: «Die Anzeige hat mich angesprochen, weil sie realistische Einblicke zeigte und die Möglichkeit bot, unkompliziert nachzufragen.» Für Lara war das der Beginn einer Lernreise, die Theorie und Praxis eng verknüpft.
Im Krankenhaus berichtet sie von einer positiven Lernatmosphäre und enger Begleitung durch erfahrene Pflegekräfte. Besonders schätzt sie die praxisnahen Einsätze und die Teamkultur: junge Kolleginnen und Kollegen, die offen für Fragen sind, sowie Ausbilder, die Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen. Für das Haus ist die Nutzung sozialer Medien Teil einer modernen Nachwuchswerbung, um direkt dort präsent zu sein, wo sich viele junge Menschen informieren.
Fachkräfte und Auszubildende sehen in der Kombination aus digitaler Ansprache und persönlichem Kennenlernen einen klaren Vorteil. Die Klinik betont, dass ein kurzer digitaler Erstkontakt nicht das persönliche Gespräch ersetzt, wohl aber Zugänge für Interessierte erleichtert. So entstehen mehr Chancen, junge Talente für den Pflegeberuf zu gewinnen.
Für Lara ist der Weg über Instagram ein Beispiel dafür, wie digitale Kanäle klassische Recruiting-Wege ergänzen können: sie öffneten eine Tür, hinter der Ausbildung, Team und Alltag in der Pflege konkrete Perspektiven bieten. Die junge Auszubildende plant, sich weiter zu qualifizieren und andere für den Beruf zu begeistern.
Der Fall zeigt, dass Kliniken im ländlichen Raum neue Wege gehen, um Nachwuchs zu erreichen. Digitale Sichtbarkeit in Kombination mit persönlichen Angeboten vor Ort kann helfen, dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzutreten.

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